Download 20 Jahre Wettbewerb im Gesundheitswesen: Theoretische und by Alexandra Manzei, Rudi Schmiede PDF

April 4, 2017 | Nonprofit Organizations Charities | By admin | 0 Comments

By Alexandra Manzei, Rudi Schmiede

​Während das Wettbewerbsparadigma in anderen gesellschaftlichen Teilbereichen spätestens nach der Finanzkrise 2009 nicht mehr unhinterfragt als Königsweg politischer Regulierung propagiert wird, scheint es in der Gesundheitspolitik völlig ungebrochen. Dies verwundert umso mehr, als mittlerweile zahlreiche empirische Studien vorliegen, die die problematischen Folgen der Ökonomisierung von Medizin und Pflege belegen. purpose des vorliegenden Bandes ist es, qualitative und quantitative Analysen zur Arbeits- und Lebenswirklichkeit von Beschäftigen und PatientInnen zu bündeln, sie durch Berichte aus der Praxis zu ergänzen und so einen umfassenden Einblick in die Realität des wettbewerbsgesteuerten Gesundheitswesens zu eröffnen.

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Das Bundesversicherungsamt hat auf der Grundlage gesetzlicher Vorgaben und eines von seinem wissenschaft lichen Beirat verfassten Gutachtens (Wissenschaft licher Beirat 2007) 80 Krankheiten festgelegt. Die Morbiditätszuschläge sollen – zumindest zum Teil – die erhöhten Kosten ausgleichen, die den Krankenkassen im Durchschnitt bei der Versorgung entsprechender Versicherter entstehen. Krankenkassen, die eine große Zahl von Personen mit derartigen Krankheiten versichern, erhalten also einen entsprechend höheren Betrag aus dem Fonds.

2, oder § 72a Abs. 3 SGB V) – mit allen Krankenkassen schließen. Ihnen gegenüber stand in der ambulanten Versorgung als Vertragspartner die Kassenärztliche Vereinigung, die über ein Vertretungs- und Vertragsmonopol verfügte, und im stationären Sektor das einzelne Krankenhaus, das einen Anspruch auf einen Versorgungsvertrag hatte, den die Verbände der Krankenkassen wiederum nur „gemeinsam und einheitlich“ schließen können. Daher forderten die Krankenkassen eine Liberalisierung der Vertragspolitik, die es ihnen gestatten sollte, mit einzelnen oder Gruppen von Leistungsanbietern spezifische Versorgungsverträge zu schließen und zu kündigen, kurz: die Wettbewerbssituation sollte sich auch auf die Leistungsanbieter in ihren Beziehungen zu den Krankenkassen erstrecken.

Sie hielten sich also mit der gesundheitspolitisch erwünschten Modernisierung von Versorgungsformen auch deshalb zurück, weil diese sich für sie als Nachteil im Wettbewerb erweisen könnten. Um diesen Gefahren vorzubeugen, wurde die Einführung der freien Kassenwahl mit einem Finanzausgleich zwischen den Kassen flankiert (Risikostrukturausgleich – RSA). Da er zwar die Faktoren Alter, Geschlecht, Zahl der beitragsfrei mitversicherten Familienangehörigen und Bezug einer Erwerbsminderungsrente berücksichtigte, nicht aber das Vorliegen und die Schwere einer Krankheit, konnte dieser RSA den erwähnten Fehlsteuerungen nicht wirksam vorbeugen.

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